OUTFIT { wenn die follower goodbye sagen }

Monday, 19 June 2017

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VERO MODA Dress
ASOS Sandals
7X Hat
NOISY MAY Crochet Top 


Irgendwann fing es an. Von Tag zu Tag wurden es weniger. Erst auf dem Blog, dann auf Instagram. Etliche Follower sagten Goodbye und kamen nicht wieder.
Unsicherheit befiel mich. Ich wusste nicht mehr was ich tun soll, was ich online stellen und überhaupt schreiben soll. Ich dachte über eine Pause nach um mit mir wieder ins Reine zu kommen. Denn bin nicht ich schuld wenn so viele Menschen entscheiden mir nicht mehr zu folgen?

Was für ein Gedankenchaos.

Irgendwann kam ich zu dem Punkt an dem ich aufwachte. An dem mir eines klar wurde. An dem die Erinnerung zurückkehrte. Ich habe vor vielen Jahren mit dem Bloggen begonnen weil ich meine kreativen Momente und die daraus entstandenen Ergebnisse teilen wollte. Ich habe mir keine Gedanken darüber gemacht welche Fotos, welche Outfit und welche Texte bei den Leuten gut ankommen würden. Ich war einfach ich. Aber ich war es für lange Zeit nicht mehr, weil die Gedanken nur um eine Frage kreisten: Was gefällt den anderen? Doch sollte es nicht eigentlich heißen: Was gefällt mir? Was möchte ich?

Die Erkenntnis, bzw. die Erinnerung kam nicht von einem Tag auf den anderen zurück. Es dauerte einige Zeit bis mir klar wurde was mein "Problem" ist. Nicht die zurückgegangenen Followerzahlen sondern die Unsicherheit, die dadurch entstanden ist. Ich fing an jeden Tag ein paar Mal auf diese eine Zahl bei Instagram zu schauen. (Sind es schon wieder weniger geworden?). Doch irgendwann hatte ich genug.
Ich fing an wieder kreativ zu sein und das zu fotografieren, zu schreiben, online zu stellen was mir gefällt. Ich fotografierte Dinge, die mir gefallen ohne darüber nachzudenken ob sie diese über 2.000 Menschen auf Instagram auch interessieren. Da war ich wieder. Ich.

Über Nacht habe ich schon wieder fünf Follower verloren. Aber ganz ehrlich? Gefühlt habe ich dabei nichts. Denn ich bin momentan mehr als zufrieden mit dem was ich mache. Ich bin nicht perfekt, ich mache nicht die schönsten Fotos oder schreibe die interessantesten Texte. Ich bin einfach ich. Mit all meinen Makeln, meiner Tollpatschigkeit, meiner eigenen ganz persönlichen Kreativität, die mir auch ciao-sagende Follower nicht nehmen können.




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2 comments :

  1. Dein Text ist wirklich toll geschrieben & enthält einfach so viel Wahrheit! Man sollte viel mehr von den Dingen machen, die man selber so sehr liebt! Ich finde es nach wie vor ganz toll, was du machst, fotografierst und schreibst, denn du hebst dich ganz einfach von der Masse ab & das finde ich wunderbar - du bist toll, so wie du bist!

    Ich finde es viel mehr einfach nur schade, dass es nichts "außergewöhnliches" mehr gibt - alle gehen mit dem Trend, schwimmen mit dem Strom. Bestes Beispiel ist der Einhorn-Hype oder ein Buch, eine Bluse oder Schuhe, die man plötzlich auf gefühlt jedem Account sieht. Das ist doch keine Inspiration mehr, wenn ich das Teil jetzt schon 100 Mal gesehen habe!

    do more of what makes YOU happy! ❤

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    1. Oh, Aileen! Danke. Danke für diese wunderbaren Worte ❤.
      Die abwechslungsreiche Bloggerwelt ist einfach zu mainstream geworden. Jeder jagt nur noch dem neuesten Trendteil hinterher um zur erfolgreichen Masse zu gehören. Es ist schade aber es gibt ja immer noch einige kreative Leute, die sich abheben und seit Jahren ihr eigenes Ding durchziehen :).

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